Samstag, 1. Februar 2014

05 | Trödelfunde - Trödelglück

Hach ja, ich hab ja längere Zeit meine Trödelfunde nicht mehr gepriesen. Liegt wohl daran, daß die Ausbeute entweder sehr bescheiden war, ich zu faul war oder einfach schlicht nicht auf der Jagd gewesen bin.

Der ein oder andere nette Mirfolger auf IG hat ja mitbekommen, daß ich letzte Woche beruflich in Wolfsburg war. Und unvorstellbar - ich hatte sogar an einem Nachmittag mal Zeit zu schauen, ob es einen Trödel oder ähnliches in WOB gibt. Gefunden habe ich erstmals ein Sozialkaufhaus, kenne ich hier aus Berlin nicht - ich glaube, in Berlin wäre das dann u.a. der Motz-Laden.

Und dies hier wären meine Funde:


Beim Betthupferl fehlt leider der Deckel, ist aber nicht tragisch.

 Hach was für schöne Porzellandosen von Schwarzhammer. Teilweise sogar mit Schippchen.

Die Vase links wird wieder meine Sammlung erweitern.
Der WMF Spender geht gleich mal rüber zu Sandra... ;)

Interessanterweise habe ich bei meiner Recherche eine interessante Diskussion im Netz gefunden, ob man als Normalverdiener in so einem Sozialkaufhaus einkaufen sollte oder ob man dann den wirklich Bedürftigen quasi auf billige Art und Weise die Dinge wegkauft.

Da ich hier eher an den Sachen aus Porzellan und Co interessiert bin, sehe ich das eigentlich sehr entspannt, noch dazu werden durch die Einkäufe im dortigen Sozialkaufhaus Maßnahmen unterstützt, die die Beschäftigung und Wiederintegration in den Arbeitsmarkt fördern.

Wie seht Ihr das? "Darf" man da einkaufen oder haltet Ihr Euch da raus?

Ich gehe die Sachen jetzt erstmal noch final säubern, Euch ein feines WE!


Kommentare:

  1. Also die Porzellandosen würde ich dir sofort klauen, die sind der Hammer. Warum sollte man nicht als "nicht Bedürftiger" im Sozialkaufhaus einkaufen gehen? Ich seh das ähnlich wie du. Es dient dem Umsatz, der sorgt immerhin dafür, das diese Kaufhäuser Bestand haben.
    Liebe Grüße!

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  2. Tolle Funde!
    Also, ich arbeite bei einer sozialen Einrichtung, die auch Sozialkaufhäuser betreibt. Ich bin zwar in einem anderen Projekt beschäftigt, bin aber rege Kundin all "unserer" Sozialkaufhäuser! Und das ist sehr wohl erwünscht, da es auch hier auch um Umsatz geht.
    Bei uns ist die Devise: Jeder kann kaufen!
    Leute tragt Euer Geld in die Sozialkaufhäuser, das erhält diese.
    Und wer mag kann ja auch Sachspenden machen, mach ich sehr gerne.
    Ist nebenher auch noch gut für die Umwelt, da meine nicht mehr benötigten Sachen vielleicht neue Besitzer finden und somit nicht in den Müll wandern.
    Und hier noch ein Artikel von einem "unserer" Kaufhäuser, darin geht es auch um die Frage, wer da einkaufen soll.

    http://ba5711.userphp.bnv-bamberg.de/index.php/component/content/article/64-schwerpunkt/wohnen-soziales/3244-auch-fuer-leute-mit-etwas-mehr-geld

    Allerliebste Grüße,
    Kerstin♥

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  3. Oh, man was für super Teile! So einen Erdnussspender (bei uns heißt er Heini) hab ich auch mal gefunden, er steht im Wohnzimmer und wartet auf die nächste Party, da ist er immer ein Hit. Die Waechtersbach-Kuchenplatte hätte ich auch mitgenommen und die Porzellandosen mit Holzdecker sind mein absoluter Favorit. Schön.
    So, jetzt mal zu deiner Frage. Ich kaufe ja auch ab und zu mal im Sozialkaufhaus ein und habe dazu folgende Meinung: Es ist gut, da einzukaufen, auch als Normalverdiener. Erstens gibt es zumindest bei uns keinen Mangel an Sachen, im Gegenteil ich hab immer das Gefühl das LAger wird immer voller. Zweitens sind es ja besonders die Dinge mit Vintage-Flair die ich suche, Sachen die aussehen als wären sie letztes Jahr erst im LAden gekauft worden interessieren mich nicht. Im Gegensatz zu wirklich bedürftigen, die wie ich denke nicht unbedingt wollen, das Ihre Sachen alt aussehen. Also zwei Zielgruppen für zwei unterschiedliche Produktgruppen.
    Drittens habe ich auch ein Gespräch mitgehört an der Kasse als eine Dame fragte ob dies nicht günstiger verkauft werden könne, es sei ja ein Sozialkaufhaus. Da meinte die Verkäuferin sie müssten ja die ganzen entsorgungskosten tragen für die nicht verkaufsfähigen Sachen. Und es sei nicht nur für sozial Schwache Kunden. Ihr Hauptziel sei die Wiedereingliederung von Leuten die auf dem ersten Arbeitsmarkt keine Chance haben.
    Da fühlte ich mich natürlich wieder bestätigt. Im Sozialkaufhaus versuche ich erst gar nicht zu feilschen, weil es ja für einen guten Zweck ist.
    Soweit meine Meinung ;-)
    Lasst uns shoppen.
    Grüße
    Steph

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  4. natürlich kaufe ich dort ein, denn mal ehrlich: niemand der bedürftig ist, gibt sein Geld fuer diesen Schnickeldi aus, wenn ich es dort tue, unterstütze ich damit die Caritas...

    Die Vase ist echt super!

    LG,
    Corinna

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  5. Die Porzellandosen sind wunderbar. Ist das ein roter Teller mit den Herzen? Toll, ich habe eine passende Tasse dazu

    Liebste Grüße zu dir :-)

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  6. Die Dosen sind auch mein Fav - schicki!!!
    Und zu Deiner Frage:auf jeden Fall! Die Beobachtungen meinerseits haben gezeigt, dass der "alte Kram", den wir so in der Regel einkaufen, nicht zum Beuteschema des "sozial schwachen" Klientels gehört. Jedenfalls in den allerseltensten Fällen. Wobei ich ehrlich gesagt noch nie jemanden vor oder hinter mir an der Kasse gesehen habe, der das gekauft hätte. Darüber hinaus sehe ich das wie meine Vorkommentatoren: Umsatz zählt, damit andere Projekte gepusht werden können. Vielleicht sollten wir da einen entspannten Blick in unser Nachbarland NL werfen - die da dann doch sehr gelassen und selbstverständlich mit umgehen.

    Knutscher,
    Steph

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